Nach nur einer Woche im Amt macht Donald Trump mit seinen am Wochenende unterzeichneten Exekutiv-Dekreten Investoren bereits Dampf, da diese den Dollar beeinflussen. Die Daten des CFTC zeigen, dass institutionelle Investoren die Netto-Long-Positionen auf den Dollar reduziert haben.

Obwohl etliche Vorsitzende verschiedener Länder Trumps Exekutiv-Dekret über die Immigration kritisierten, entschied Trumps Administration dies zu ignorieren. Das Reinergebnis verbreitet jedoch mehr Unsicherheiten und Angst unter Investoren.

Die bedeutenden US-Hightech Riesen haben das Exekutiv-Dekret des Präsidenten ebenfalls stark getadelt, was dem Unternehmensvertrauen nicht besonders hilft. Starbucks, der US Kaffee-Gigant kündigte am Montag an, innerhalb der nächsten fünf Jahre 10.000 Flüchtlinge anzustellen und sendet somit eine klare Nachricht an Trumps migrantenfeindliche, einseitige Politik. Man kann eindeutig behaupten, dass der Tourismussektor in den USA die Belastung ebenfalls spürt, da ein Urlaub in den Vereinigten Staaten in Anbetracht der neuen migrantenfeindlichen Politik kein ideales Szenario für Besucher des Landes ist.

In Asien hat die Bank von Japan ihre monatlichen geldpolitischen Sitzungen begonnen. Es werden allerdings keine neuen Beschlüsse der Bank erwartet. Sie könnte jedoch beginnen ihre Währungspolitik zu senken, da sie bereits seit fast einem Jahr eine negative Zinspolitik betreibt. Als Resultat dessen zeigt der japanische Yen mehr Stärke gegen den Dollar.

Neben Donald Trumps Exekutiv-Dekreten liegt der Hauptfokus auf den Zentralbanken weltweit, sowie auf deren Beschlüssen über die Währungspolitik. Von der Bank von England wird ferner erwartet, dass sie ihre Währungspolitik beibehält, während die politischen Entscheidungsträger den fortlaufenden Prozess des Brexit genau mitverfolgen. Die Bank könnte ihre von einer niedrigeren Währung sowie höheren Ölpreisen beeinflusste Inflationsprognose auf den neuesten Stand bringen. Jedoch erwarten wir dies nicht zwingend von der BOE.

Präsident Trump ist kein Fan der US-Notenbank, weshalb in der Beziehung zwischen ihm und dieser bald die Funken fliegen könnten. Wenn Mr. Trump seine Fiskalpolitiken durch den Kongress bringt, wird sich die Fed wird abmühen um mit der Inflation Schritt zu halten. In Anbetracht dessen wird es spannend zu beobachten, welche Haltung die US-Notenbank gegenüber der US-Wirtschaft und der Inflation annehmen wird. Da nach dem zweitägigen Meeting der Fed keine Pressekonferenz geplant ist, werden alle Informationen darüber hinter geschlossenen Türen bleiben. Allerdings könnte der allgemeine Tenor optimistisch über die Gesundheit der Wirtschaft bleiben, was ein wenig Munition für die Dollar Bulls bereitstellen könnte, um diesen zu erlauben sich von Trumps widersprüchlichen Exekutiv-Dekreten zu erholen.

Bezüglich der Konjunkturdaten wird erwartet, dass die privaten Konsumausgaben in den USA die niedrigen Gewinne aufbessern werden, sowie dass die Zahl die bei der vorherigen Ablesung 1,6% betrug nun auf 1,7% ansteigen wird. Der „Reflationshandel” gewinnt zudem ausreichend Unterstützung aus Deutschland, was mehr Druck auf die EZB ausübt um den Versuch der Lockerung ihrer Währungspolitik zu starten. Die deutschen VPI Zahlen die am Montag veröffentlicht werden, könnten die Argumente dafür ferner untermauern.