Die vormalige Erholung der asiatischen Märkte ist im Sande verlaufen, was die Stimmung in Europa beeinflusst. Trader wollen keine risikoreichen Vermögenswerte halten, die von Unsicherheiten geprägt sind. Investoren bleiben weiterhin nervös und verwirrt aufgrund der US-Wahlen, was ihre Anlageentscheidungen beeinflusst. Zudem gelten jene Trades als sicher, welche einen Anstieg vorweisen. Das FBI ist dabei, seine Ermittlung über Clinton zu verschärfen, was auch wenn sie als Präsidentin gewählt wird noch eine Bedrohung ihrer Präsidentschaft sein wird – kein gutes Zeichen der Gewissheit für Investoren.

Der Ausverkauf des mexikanischen Pesos verstärkt sich, da Trader von höheren Gewinnchancen für Trump ausgehen. Die Aktien des MSCI Index verkaufen sich unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen ebenfalls gut, da Trader sich weiterhin vom Risiko fernhalten.

Ungeachtet davon, welche Entscheidung im Gerichtsbeschluss am Donnerstag über den Brexit gefällt wird, steht es fast zweifellos fest, dass die verlierende Partei den Fall zum Obersten Gerichtshof schleifen wird. Die Jury wird die Entscheidung treffen, ob Theresa May Artikel 50 tatsächlich ohne Zustimmung des Parlaments auslösen kann. Wenn die Gerichtsentscheidung so ausfällt, dass die Premierministerin das Parlament miteibeziehen muss, könnte dies einige Aufregungen im Markt hervorrufen, da dadurch die Brexit-Situation verändert werden könnte.

Credit Suisse hat bewiesen, dass er nach wie vor die Fähigkeit hat, alle Gewinnschätzungen der Analysten zu übertreffen. Sein Profit von 42 Millionen ist zwar keine massive Zahl, aber im Vergleich zur Konsensschätzung von einem Verlust von 142 Million Dollar, könnte die Zahl nicht besser sein. Man sieht also, dass die Durchführung der Strategien nun eine recht stattliche Dividende abwirft. Die Bank hat die Zukunftserwartungen gesteuert, und angegeben, dass sie wachsam gegenüber den geopolitischen Herausforderungen und dem schwachen Wachstum ist.

Gleichzeitig hat die Entscheidung der US-Notenbank über den Zinssatzanstieg am Mittwochabend absolut nicht überrascht – sie hat den Erwartungen weitgehend entsprochen. Mit einem Blick auf den Leitzins der US-Notenbank, erkennt man eine über 80-Prozentige Chance, dass die sie den Zinssatz anhebt. Allerdings war die Bank sehr zurückhaltend, als sie mit einer Anspielung darauf, wann sie den Zinssatz erhöhen werde, konfrontiert wurde. Nichtsdestotrotz besteht eine beträchtlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Zinssatzanstieg im Dezember stattfinden wird. Ds weiteren haben sich die Finanzministerien nach der Entscheidung der US-Notenbank erholt, und die Aktienmärkte waren wie gewöhnlich nicht über die Neuigkeiten erfreut, was natürlich vorhersehbar war.

Wenn man einen Blick auf den Bericht der Sitzungsprotokolle des Offenmarktausschlusses wirft, sieht man, dass die US-Notenbank ein sehr ausgeklügeltes Spiel gespielt hat. Sie hat sich die Möglichkeit offen gelassen, eventuell von ihrer hawkischen Haltung zurück zu rudern. Sie wird diese Möglichkeit wohl nutzen müssen, wenn Trump tatsächlich das Oval Office besetzen wird. Die US-Wahlen gelten als starke Spielwende für die Entscheidung der US-Notenbank, und die Wirtschaftsdaten sind nicht länger ein Hauptbestandteil. Eine Anzahl an Befragungen zeigte, dass Donald Trump wieder an Boden gewinnt, und somit ist die Präsidentschaftswahl wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Aber heute ist Super-Donnerstag, was bedeutet, dass das Hauptaugenmerk sowohl auf dem Meeting des geldpolitischen Ausschusses liegt, als auch auf dessen Entscheidung. Während dieses Meetings werden alle Augen auf Mark Carney gerichtet sein, der im Rampenlicht stehen wird. Trader werden jedes Element seines Statements zerlegen und gründlich analysieren. Die Inflations- sowie die Wachstumsprognose die von der Bank präsentiert werden, werden ausschlaggebend sein, und auch ihre Geldpolitik wird ordentlich ausgerichtet werden. Die Zukunft des Sterlings wird davon abhängen, was die Bank von England über den Zukunftsweg des Zinssatzes denkt. Wenn sie den Zinssatz nicht senkt, könnte dies den Wert des Sterlings wieder erhöhen, was bedeutet, dass sie wohl auf zusätzliche Vorkehrungen zurückgreifen werden muss.

Der massive Ausverkauf des Sterlings hat die Bank von England begünstigt, und eine Stärkung der Währung wirft die Frage über ihr weiteres Vorgehen auf. Um die Währung niedriger zu halten, sowie um die Wirtschaft zu stimulieren und den Sturm des Brexits zu bekämpfen, könnte die Bank wohl mehr Kreativität in ihre Aussagen einbringen, und eine dovishe Nachricht aussenden. Das Problem jedoch ist, dass die Inflation in ihrem Anstieg sogar über das Ziel der Bank von England hinausgehen kann. Gleichzeitig hat die Bank von England behauptet, dass sie nicht zu besorgt darüber ist, dass die Inflation tatsächlich ihr Ziel übertreffen könnte – denn was wirklich wichtig ist, ist die Stabilisierung der Wirtschaft nach den felsigen Ufern des Brexits.