Im heutigen Charttechnik lernen Teil geht es um die Formation Flaggen oder auch Flag genannt im englischen. Allgemein betrachtet treten diese Muster in einer Konsolidierung des Kurses auf, deshalb unterscheidet man auch zwischen bullischen Flaggen sowie bärischen Flaggen. Das Ergebnis einer Flagge ist daraus begründet, dass meistens nach einem größeren Kursanstieg oder Abfall mehrere Marktteilnehmer verkaufen, andere hingegen kaufen nach der leichten Abwärts- oder Aufwärtsbewegung hinzu und der Kurs bewegt sich dann meistens zwischen zwei parallelen Linien. Ist dieses Muster gegeben und der Kurs bricht wieder in die Richtung des längerfristigen Trends aus, ist der Trend bestätigt. Auch kann man während der Bildung einer Flagge einen Rückgang des Umsatzes feststellen.

Charttechnik lernen: Beispiel für eine Flaggen-Formation

Im nachfolgenden Chart sehen wir ein sehr gutes Beispiel für eine bärische Flagge:

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In der Flaggen-Formation kann man im GBP/JPY Beispiel leider nicht den langfristigen Trend erkennen, dieser ist jedoch bärisch, sprich der Kurs ist in den letzten Monat im ganzen betrachtet gefallen. Obwohl es sich hier um ein klar sichtbares Beispiel handelt, entspricht es dennoch keine perfekte Tradingmöglichkeit, der Linien erst nach 3 Berührungen eingezeichnet werden sollten, um so eine bessere Aussagekraft zu erzielen. Da es sich hierbei jedoch um eine Bear-Flag handelt und der Kurs nach der 5. Berührung der unteren Unterstützungslinie durchbricht, wäre dies eine gute Möglichkeit gewesen, um ein paar Pips im Forex-Markt zu verdienen.

Trading-Beispiel:

Bei bärischen Flaggen ist es in den meisten Fällen so, dass die Formation nach unten ausbricht und der Kurs dementsprechend weiter Richtung Süden fällt. Jedoch ist beim Ausbruch dennoch zur Vorsicht aufgerufen. Das Problem liegt meistens darin, dass Trader ihren Stopp-Kurs zu niedrig ansetzen oder direkt an die Linie des Ausbruchs platzieren. Das ist in den meisten Fällen jedoch nicht zu empfehlen, denn wie wir super im oberen Beispiel sehen eine kleine Falle in Form eines Returns zur unteren Linie stattfindet. Beim durchbrechen nach dem 4. Berührungspunkt kann man also bereits einen Sell-Trade eröffnen, jedoch mit einem etwas großzügigeren Stopp-Loss. Das Kursziel ist in etwa soviel, wie der Verlauf vom kurzfristigen Kurshoch 122.73 bis zum Fall auf den ersten Berührungspunkt, also 121.46. Das Kursziel wäre also in etwa in diesem Trading-Beispiel auf 127 Pips festzulegen.

Weitere Chart-Formationen werden in unserer Übersicht unter diesem Link besprochen.